Zum Inhalt springen

Die Gesellschaft und die sporadisch anhaltende Solidarität

Liebe Leserinnen und Leser dieses Artikels.

Zunächst möchte ich wissen Artikel mit einer Frage beginnen.

Ist ihnen auch schon einmal aufgefallen, dass die Solidarität während einer Krise oftmals nur von kurzer Dauer ist?

Ganz gleich, um welche Art einer Krise es sich handelt, die Solidarität innerhalb der Gesellschaft hält nur kurz an, bis sich die Euphorie des

„Wir packen das schon irgendwie.“

wieder gelegt hat.

Ich finde es erstaunlich und beängstigend zugleich, da es sehr offensichtlich zeigt, dass die Menschen sehr vergesslich und doch Gewohnheitstiere sind. Ein „Helfen kann man ja mal, so lange es mich nicht allzu lange beeinträchtigt.“ beschränkt sich auf gut bis maximal 4 Wochen, so meine subjektive Wahrnehmung der Krisen der vergangenen Jahre.

Das stellt sich mir die Frage, weshalb die Gesellschaft es nicht schafft, diese Art der Solidarität dauerhaft zu kultivieren und zu einem festen Bestandteil der Kultur zu machen.

Gerade in der aktuellen „Corona-Krise“ ist dieses Phänomen wieder sehr gut zu beobachten.

Erst waren ein Großteil der Gesellschaft froh, dass die Bundesregierung recht früh reagiert und eine Kontaktbeschränkung ausgesprochen hat, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten und der überwiegende Teil hat sich auch mit einer großen Selbstverständlichkeit daran gehalten.

Kaum 8 Wochen später jedoch beklagen sich immer mehr Menschen, dass ihre Grundrechte dadurch eingeschränkt würden, bedenken dabei allerdings nicht, dass auch andere Menschen der Gesellschaft ein Grundrecht auf Unversehrtheit haben, was eben genau diese Beschränkungen notwendig gemacht haben.

Diese sporadische Solidarität, wie ich sie nenne, spaltet die Gesellschaft in höchstem Maße und ist brandgefährlich, da viele nach einer gewissen Zeit wieder zur Normalität übergehen und andere dadurch bewusst gefährden, auch wenn diese Personen es selbst nicht so sehen.

Was ich aller immer häufiger beobachte ist, dass der „Mund- und Nasenschutz“ nur noch über den Mund getragen wird, ohne dass die Nase bedeckt ist. Daher könnte man diesen dann auch gleich komplett weg lassen. Diese Art der Ignoranz und Unsolidarität gefährdet andere Menschen und so ist es auch seit Jahren in anderen Krisen oder Solidaritätsbekundungen gewesen.

Ganz aktuell ist der Hashtag #BlackLivesMatter in den sozialen Netzwerken unterwegs, in dem die Solidarität der „schwarzen“ Bevölkerung bekundet wird.

Ich gehe allerdings stark davon aus, dass in 4 Wochen kaum noch jemand davon Notiz nehmen wird, da es dann nicht mehr „in“ ist.

Jeder in unserer Gesellschaft sollte sich daher einmal fragen, ob ihn dieser „Virus“ nicht ebenfalls befallen hat, auf einer Welle mit zu schwimmen, um dann nach einer gewissen Zeit wieder davon abzulassen.

Man kann Vieles erreichen, doch man muss auch den Mut haben, durchzuhalten, auch wenn es schwerfallen mag.

Man kann aus der sporadischen eine dauerhafte Solidarität machen, wenn man diese für sich selbst kultiviert und sich traut, aus seinem Hamsterrad herauszusteigen.

Das beste Beispiel dafür sind all die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die tagtäglich Solidarität mit der Gesellschaft zeigen, in dem sie zum Beispiel bei der Freiwilligen Feuerwehr sind, oder bei der Tafel arbeiten, nur um ein paar Beispiele zu benennen

Diese Menschen geben einen Teil ihrer Lebenszeit unentgeltlich der Gesellschaft.

Dies sind Beispiele für echte Solidarität, an dem wir uns alle ein großes Beispiel nehmen sollten.

Sei der Erste der einen Kommentar abgibt

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

WP Twitter Auto Publish Powered By : XYZScripts.com
error: Content ist geschützt !!

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst Du Dich damit einverstanden.

Schließen