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Freiwillig helfen, oder doch nur, um später ein „Ass im Ärmel“ zu haben?

Für die meisten Menschen ist das Helfen in ihrer sozialen Umgebung eine Selbstverständlichkeit.

Ganz gleich, ob jemand einen Umzug plant, wo jede helfende Hand Gold wert ist, oder auch, wenn jemand etwaige Sorgen oder Probleme hat.

Oft sind dann die Menschen für einen da.

Doch nun steht die Frage im Raume, ob diese Hilfe dann aus freien Stücken angeboten wird oder lediglich dazu dient, diese dann bei Zeiten erneut aufgewärmt dem Geholfenem vorzulegen, dass ihm ja auch „damals“ geholfen wurde.

Diese Argumentation wird dann sehr gerne genommen, wenn es einmal ein einem Konflikt zwischen den beiden Gesprächspartnern kommt.

Doch, was nutzt einem dieses Argument in einer Diskussion, die eigentlich sachlich geführt werden sollte?

Durch diese Argumentationskette verlässt man so die sachliche Ebene und es folgt dann zumeist ein Gespräch, welches dann auf emotionaler Basis weitergeführt wird.

Unter diesen Voraussetzungen ist eine konstruktive Konversation zumeist nicht mehr möglich.

Die Folge ist oftmals, dass sich die Gesprächslautstärke erhöht, man lässt sein Gegenüber nicht mehr ausreden und fällt stattdessen ins Wort, was dann noch zusätzlich für „Zündstoff“ sorgt.

Ich rate daher jedem, der ein sachliches Gespräch führen möchte,

  • 1. sein Gegenüber ausreden zu lassen,
  • 2. vor der Antwort über das Gesagte kurz nachzudenken und
  • 3. versuchen, sich in die Lage des Anderen hineinzuversetzen.

Auf keinen Fall sollte man mit einem Argument anfangen, was die Vergangenheit in die aktuelle Situation mit hineinbringt. Dadurch wird die Stimmung insgesamt gedrückt und bringt niemandem etwas.

Daher macht Euch stets vorher bewusst, ob Ihr helft, weil Ihr es gerne macht, oder helfen wollt, um später ein „Ass im Ärmel“ zu haben.

Wenn Ihr jemandem helfen wollt, dann tut dies ohne Hintergedanken, oder verneint dieses Hilfegesuch im Vorwege. Dies kann zwar im ersten Moment dann auch verletzend wirken, doch ist dieses Verhalten immernoch aufrichtiger und ehrlicher, als dieses „Ass im Ärmel“ irgendwann zu zücken.

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