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Die Unbeständigkeit der modernen Arbeitswelt

Wer in der heutigen Arbeitswelt einen „sicheren“ Arbeitsplatz sein Eigen nennen kann, der hat Glück, da ihn dieser dann bis zum Rentenalter begleiten wird.

Wer jedoch zeitweilig arbeitslos wird, oder bereits in dem Teufelskreis gefangen ist, hat es zunehmend schwerer, einen sicheren Arbeitsplatz zu bekommen.

Wenn man sich die aktuellen Umstände einmal genauer angeschaut wird man feststellen, dass zu der Probezeit immer häufiger ein, zumeist für 12 Monate, befristetes Arbeitsverhältnis angeboten wird.

Ich frage mich daher:

Sehr geehrte Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, was soll das?!?

Wenn ein solcher Arbeitsplatz bereits für einen begrenzten Zeitraum befristet ist, weshalb wird dann zusätzlich noch eine Probezeit bis zu 6 Monaten verlangt?

Zwar besteht oft die Möglichkeit, nach dieser Befristung eine Chance auf ein unbefristetes Arbeitsverhältnis, jedoch wird hier ganz bewusst mit der Angst der ArbeitnehmerInnen gespielt, erneut arbeitslos zu werden.

Diese Nische zwischen der Probezeit, in der ohnehin mit einer sehr kurzen Frist das Arbeitsverhältnis aufgekündigt werden kann, ist heutzutage weder angemessen noch angebracht.

Zeitarbeit, die moderne Ausbeutung

Wer in einer „Stellenbörse“ schon einmal nach einem neuen Job geschaut hat, um sich entweder beruflich zu verändern oder erneut in das Berufsleben einzugliedern, dem wird mit Sicherheit aufgefallen sein, dass überwiegend nur noch Stellen angeboten werden, die über eine Zeitarbeitsfirma laufen.

Hierbei pendeln die ArbeitnehmerInnen von Firma zu Firma, um befristet dort ihre Arbeit zu verrichten, bis sie dort nicht mehr gebraucht werden.

Für die ArbeitgeberInnen hat das ganz klar den Vorteil, dass sie zwar einen hohen Stundenlohn für die ArbeitnehmerInnen an die Zeitarbeitsfirma zahlen, sich allerdings keine Gedanken um Vertretungen für die Arbeitskraft und etwaige Kündigungsfristen machen müssen.

Von diesem Entgelt an die Arbeitnehmerüberlassung, auch Zeitarbeitsfirma genannt, kommt lediglich ein Bruchteil des gezahlten Stundenlohns an die Zeitarbeit tatsächlich bei den ArbeiterInnen an.

„Schöne neue Arbeitswelt.“

Und so wird mit der Angst der Unbeständigkeit bewusst gespielt.

Immer mehr Personalabteilungen nennen sich bereits „Human Ressources“, was auf für deutsch „menschliche Ressourcen“ heißt, die verbraucht werden können.

Daher muss zwingend ein schnelles Umdenken in der Gesellschaft stattfinden, und ArbeitnehmerInnen wieder als das betrachtet werden, was sie sind, nämlich der „Motor der Industrie“.

Ohne die ArbeitnehmerInnen sind die Unternehmer Nichts, nur das wird oftmals von ihnen verkannt.

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