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Weshalb es sich manchmal doch lohnt, seine Ängste zu überwinden

Ich war im 17. Beschäftigungsjahr in der selben Firma tätig und kam für mich selbst, weder finanziell noch mental, nicht vorwärts.

Die zunehmende Arbeitsbelastung und die schleichende Übertragung von Verantwortlichkeiten innerhalb des Betriebes, ohne entsprechende Anpassung des Entgeltes, wurde immer größer, bis ich selbst sehr oft nur noch frustriert in den Feierabend ging und mich gedanklich schon auf den nächsten Tag vorbereitet habe, was dann alles auf dem Programm steht und ich zu tun habe.

Die geringe Wertschätzung und sogar gewisse ungerechtfertigte Schreiben des Arbeitgebers taten dann als letztes dann ihr Übriges, so dass ich aufgrund dieser Belastung nicht mehr länger für diesen Arbeitgeber tätig sein konnte und ich nach dieser langen Zeit dann doch den Mut hatte, selbst zu kündigen.

Allerdings habe ich das nur machen können, da meine Familie geschlossen hinter meiner Entscheidung stand, und dass wir das schon irgendwie schaffen.

Ich denke, dass es vielen Menschen so ergeht, dass sie genau wie ich sich lange Zeit über Jahre hinweg in ein und demselben Job quälen und Angst davor haben, was nach der Kündigung kommen könnte.

In meinem Fall kam der nächste Job.

Ich bin zwar aktuell bei einem Zeitarbeitsunternehmen fest angestellt, jedoch sind die Bedingungen wesentlich besser als noch vor einigen Jahren.

Bei meinem jetzigen Einsatz komme ich bei der Arbeit an und es wird mir gesagt, was ich zu tun habe, bis auf die täglichen Dinge, die sich jeden Tag wiederholen.

Zum Ende des Arbeitstages lasse ich meinen Stress und die Hektik des Arbeitstages einfach im Spind und kann mich auf meinen Feierabend freuen.

Hinzu kommt noch dass zeitweilige positive Feedback von den verschiedensten ArbeitskollegInnen, was einen dann zusätzlich noch freut.

Das kannte ich sonst in dieser Art und Weise nicht.

Ja, ich kann für mich behaupten:

„Ich hatte große Angst vor diesem Schritt in eine neue und ungewisse Zukunft.“

Doch ich habe diesen Schritt gewagt und fühle mich sehr gut dabei.

Daher kann ich nur jedem raten, den „Sprung ins kalte Wasser“ zu wagen, sofern ihr unzufrieden mit eurer aktuellen Situation seid.

Was könnte denn schlimmer werden, als es denn derzeit der Fall ist?

Finanzielle Einbußen ist eine Möglichkeit, ja.

Doch was ist Euch wichtiger? Das Geld oder Eure psychische und physische Gesundheit?

Denkt an Eure Familien, die einen lieben Menschen brauchen, der zufrieden und ausgeglichen ist.

Und trotz dessen, dass ich sehr viel in meinem alten Job gemacht habe und konnte, was viele eben nicht konnten, bin ich dort kein Thema mehr und ersetzbar, wie jeder andere auch.

Ich kann für mich sagen, dass ich aktuell zufrieden bin und absolut nicht bereue, diesen großen Schritt, selbst zu kündigen, gemacht zu haben.

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