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Die Angst der Deutschen

Was passiert, wenn man Menschen einen Grund gibt, Angst zu haben?

Richtig, sie suchen eine mögliche Ursache dafür.

Viele Menschen in Deutschland haben Angst davor, in die soziale und gesellschaftliche Armut abzurutschen.

Was absolut offensichtlich erscheint, ist die Tatsache, dass viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vergleichsweise weniger Geld verdienen, um ihren aktuellen Lebensstandard halten zu können, da die Preise für die Konsumgüter stärker steigen, als das Gehalt.

Und hier kommen jetzt gerade aktuell potentielle Schuldige daher, die dafür verantwortlich gemacht werden können.

„Flüchtlinge“

Da heißt es dann oftmals aus der Bevölkerung:

„Die nehmen uns alles weg.“

oder auch

„Was wollen die hier? Die haben sogar Smartphones, da kann es denen doch gar nicht so schlecht gehen.“

Mir stellt sich dann die Frage, woher die Menschen das so genau wissen, wie es den Geflüchteten geht?

Haben sie selbst schon mit ihnen geredet?

Glauben die Menschen ernsthaft, dass es ausschließlich in Deutschland Mobilfunknetze gibt, und die Flüchtlinge sich die Handys hier auf Kosten des Staates gekauft haben?

Diese Vorurteile kommen dann primär zum Vorschein, wenn man Menschen für etwas schuldig machen möchte, dafür allerdings keine handfesten Fakten hat.

Die Bevölkerung in Deutschland hat ein ganz gewaltiges Problem mit sich selbst.

Sie erschaffen sich Traumwelten, wo es immer einen Schuldigen gibt.

Heute sind es die Flüchtlinge, damals und heute zum Teil noch die Politiker, die dafür verantwortlich gemacht wurden, dass die Rente immer niedriger wurde. Hintergründe, weshalb so entschieden wurde und musste, werden allerdings nicht hinterfragt.

Klar habe auch ich Angst vor gewissen Szenarien in meiner Zukunft, doch ich setze mich mit ihnen auseinander und ergründe, ob diese auch gerechtfertigt sind.

Stellen wir uns jetzt einmal folgendes Szenario vor: 

„Es gibt keine Flüchtlingskrise.“

Hätten wir Bürger dadurch dann mehr Geld in der Tasche, und weshalb haben wir es eigentlich vor der aktuellen Flüchtlingskrise nicht gehabt?

Wären die Bedingungen in den sozialen Bereichen, wie Kranken- und Altenpflege besser, als es vor der Flüchtlingskrise gewesen ist?

Diese Beispiele zeigen, dass es keinerlei Unterschied macht, ob wir Flüchtlinge bei uns im Land aufnehmen, oder nicht.

Die Bedingungen für die Bürger wären nicht anders.

Der Staat funktioniert nicht so, wie zum Beispiel eine Genossenschaft oder Aktiengesellschaft, wo die Überschüsse direkt an die Anteilseigner ausgeschüttet werden.

Dieser Irrglaube steckt allerdings noch fest verankert in den Köpfen der Menschen.

Was die Menschen erhalten und was für die Flüchtlinge getan wird, stammt aus zwei unterschiedlichen „Geldtöpfen“, daher würde es uns auch nicht ohne die Flüchtlinge besser gehen, als es uns jetzt schon geht.

Liebe Leserinnen und Leser, wenn Ihr es bis hierher geschafft habt, dann denkt einmal an die Gesundheitsversorgung in Deutschland.

Ihr geht zum Arzt und zeigt Eure Gesundheitskarte vor und schon werdet ihr behandelt.

Oder ihr verliert Euren Job und erhaltet zuerst die einen gewissen Zeitraum das ALG I und danach das ALG II, ohne dem Staat einen effektiven Nutzen entgegenzubringen.

Uns geht es in Deutschland, verglichen zu anderen Ländern, sehr gut, was die Sozialleistungen angeht.

Nun allerdings noch einmal zurück zur Angst der Deutschen.

Sie haben Angst, dass sie ihren gewohnten Lebensstandard nicht mehr halten können, wenn ihnen die Flüchtlinge die Arbeit wegnehmen würden.

Ihr wisst allerdings schon, dass die Flüchtlinge nicht unbedingt arbeiten dürfen, sofern sie hier geduldet sind?

Also was sollten sie Euch wegnehmen, wenn es schon nicht der Arbeitsplatz sein kann?

Die vielfach propagierte Angst vor kriminellen Flüchtlingen ist zum Teil auch vollkommen aus der Luft herbeigezogen, da es auch genug Menschen aus der Bevölkerung gibt, die hier aufgewachsen sind und trotzdem Amok an Schulen gelaufen sind.

Es ist nun einmal so, dass einem Schlechtes widerfährt, sofern man darauf bewusst wartet um dann sagen zu können, dass man das schon vorher gewusst habe.

So frage ich Euch erneut, wovor habt Ihr Angst?

Vor der Altersarmut, oder das Euch etwas weggenommen wird, was Ihr besitzt?

Ja, auch ich wiederhole, dass ich Angst habe, in die Altersarmut zu rutschen.

Doch was kann ich selbst dafür tun, dass dieser Fall nicht eintrifft?

Mache ich mich selbständig, und wenn ja, mit was?

Versuche ich, mich politisch zu engagieren, um direkt etwas verändern zu können, indem ich mich aktiv in der Politik einsetze, um für alle Menschen hier in Deutschland eine Verbesserung zu erlangen?

Man muss aktiv werden, damit sich etwas ändert, sonst bleibt alles so, wie es bisher war.

Ich habe meine Entscheidung für mich getroffen, und Ihr?

Wie wollt Ihr Eure Lebensumstände verbessern.

Schreibt mir gerne in die Kommentare, was Ihr verändern wollt.

Vielleicht sind es ja Veränderungen, die uns alle betreffen und ich dann entsprechend an die verantwortlichen Stellen weiterleiten kann.

Somit wisst Ihr jetzt auch, welchen Weg ich beschreiten möchte.

EDIT:

Nach der Veröffentlichung meines Beitrages kam ich auf Facebook mit einer Frau ins Gespräch und sie berichtete mir über ihre Angst vor Terroranschlägen, da sie selbst in der Nähe von Berlin wohne, und die Amokfahrt an einem Berliner Weihnachtsmarkt halbwegs mitbekommen habe.

Hier nochmal der Link zu dem schrecklich Ereignis:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Anschlag_auf_den_Berliner_Weihnachtsmarkt_an_der_Gedächtniskirche

Solche grausamen Taten sind mit nichts zu rechtfertigen oder zu begründen.

Jedoch stehen wir alle als Gesellschaft in der Verantwortung, die Taten einzelner Menschen nicht als Begründung für eine Verallgemeinerung zu nutzen.

Wenn es diesen Grund gibt, Menschen vorab alle gleichzustellen, dann sollten mir auch junge Menschen Angst machen, da es einzelne Jugendliche waren, die die Amokläufe in Erfurt, Winnenden oder auch München waren, die viele unschuldige Menschen so den Tod gebracht haben.

An dieser Stelle möchte ich den Opfern dieser oben genannten Amokläufe gedenken.

Mein tiefstes Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen der Opfer.

Mögen sie in Frieden ruhen.

Trotz dieser grausamen Taten dürfen wir nicht alle Jugendlichen danach bewerten, da es Einzelne waren, die die Gesellschaft durch ihr Handeln in Angst und Schrecken versetzt haben.

Daher vermeidet es, Menschen nach Hautfarbe, Herkunft vorab zu bewerten, ohne sie zu kennen.

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